the_wegschmeissing Lehrer geben keine Autogrammkarten. Der Ex-Autor im Jahr 1 n.d.A.

Eine Selbstauskunft

Thilo Reffert begann Mitte der 90er Jahre zu schreiben. Im Jahr 2001 wurde sein erstes Theater­stück in Rendsburg uraufgeführt, 2002 folgten Insze­nierungen in den Kammer­spielen Magdeburg und am Theater der Altmark Stendal. Auszüge aus Schicht waren zuvor bei den Autoren­theater­tagen am Hamburger Thalia Theater zu sehen gewesen. Außerdem erhielt Reffert 2002 den Stücke­preis Nieder­deutsch für das Riesending. Was für ein Auftakt … für sieben magere Jahre. Mit Jahres­einnahmen von bspw. 5.237 Euro im Jahr 2005.

2009 zapfte Thilo Reffert die eigene Familien­geschichte an und schrieb zum 20. Jahrestag des »Mauerfalls« das O-Ton-Hörspiel Die Sicher­heit einer geschloss­enen Fahr­gast­zelle, das mit dem Hör­spiel­preis der Kriegs­blinden geehrt wurde und in Karlsruhe den ARD-Hörspiel­preis sowie den Publikums­preis erhielt. Im Jahr darauf wurde Reffert für Nina und Paul der ARD-Kinder­hörspiel­preis zuerkannt und ein Jahr später, wiederum für Nina und Paul, der Mülheimer Kinder­Stücke­Preis. Damit hatten die erfolg­reichen Jahre begonnen; Einzel­heiten auf Wikipedia.

2020 wechselte Thilo Reffert dann in den Schul­dienst, beendete noch ein paar ange­fang­ene Projekte, z.B. Für immer wir alle zusammen, und ließ das Schreiben im Übrigen sein. 2024 legte er seine Staats­prüfung in den Fächern Deutsch und Mathe ab. Heute unter­richtet er an einer Schule im Landkreis Barnim. Für das Börsen­blatt versuchte sich der Ex-Autor an einer Beant­wortung der kuriosen Frage, warum er mit dem Schreiben aufgehört hat: Danke an Katharina Bendixen und Slata Roschal für diese Einladung =)

Dieser Text erschien zuerst am 9. Juli auf www.boersenblatt.net