Nina und Paul

(ab 10) Uraufführung Tübingen 2012 Kaas & Kappes-Preis 2012 Mülheimer KinderStückePreis 2013

Nina und Paul gehen in eine Klasse. Und so beginnt dieses Theaterstück morgens, in einem Klassenraum. Nina und Paul ist ein Theaterstück fürs Klassenzimmer.

Dort erzählen und spielen die beiden ihren letzten gemeinsamen Schultag – aber wenn zwei dasselbe erleben, ist es noch lange nicht das gleiche! Deshalb hat jeder eine andere Vorstellung von dem, was passiert ist. Aber was ist wirklich passiert?

Nun, es gibt ein paar Fakten: Nina wird die Schule wechseln, Paul nicht. Paul kennt Nina, er erinnert sich an den einzigen Tag, an dem sie mal gefehlt hat. Nina dagegen kennt Paul nicht, bzw. nur vom Dialoge-Üben in Englisch. Aber an diesem Tag fällt ihr auf, dass sie da etwas verpasst haben könnte. Denn mit Paul kann man Kälber stehlen. Und wenn es die eigenen sind! Und man kann mit ihm bis in den Himmel steigen. Oder jedenfalls 100 Meter hoch, bis in die Gondel eines Windrades.

Das alles erzählen und spielen die beiden Darsteller ohne den Illusionsapparat des Theaters, ohne die Computertechnik des Kinofilms und dennoch in 3D und vor allem ganz nah bei ihrem Publikum.

Foto von der Tübinger Uraufführung Stefanie Klimkait als Nina und Henry Braun als Paul in der Tübinger Uraufführung. Foto: Christian Ernst, LTT

Aus der Begründung der Mülheimer Jury:

Reffert zeigt, was Theater leisten kann, indem er mit wenigen Mitteln ganze Welten hervorbringt. Er beherrscht sowohl die Klaviatur der Postdramatik als auch die Techniken klassischen Erzählens und erzeugt eine erstaunliche Opulenz in Inhalt und Plot.

Aus der Laudatio von Stefan Fischer-Fels:

Ich schätze an diesem Autor ein profundes Wissen um theatrale Formen und Möglichkeiten, einen großen Pragmatismus beim Zusammenarbeiten und -denken, eine Fähigkeit zu ebenso witzigen wie wahrhaftigen Dialogen, schlagenden Humor und eine seltene Fähigkeit, große Geschichten für kleine Leute zu erzählen oder vielmehr: Im Alltag von Kindern große Geschichten zu entdecken!

Aus der Begründung der Kaas & Kappes-Jury:

Mit seinem Theatertext der eigenen literarischen Vorlage hat Thilo Reffert inhaltlich wie sprachlich eine hervorragende Spielvorlage geschaffen. Eine Geschichte junger Liebender, anrührend und empfindungsreich geschildert, auch in ihren Charakteren. Ein hervorragendes Theaterstück für eine kleine Besetzung und für Kinder ab 10 Jahren.

Ein Schüler nach der Generalprobe:

Besser als Kino